Selbstorganisation: ein Erfahrungsbericht

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Kennen Sie das? Man sagt Ihnen nach, Sie seien strukturiert und Sie selbst gucken verblüfft auf, denn zwischen dem Eigenerleben und der Fremdwahrnehmung klafft eine Lücke; eine Lücke, die Sie gut kennen und versuchen mit Disziplin zu schließen, dabei aber immer wieder an Ihre Grenzen stoßen.

Im Folgendem strukturiere ich meine Erfahrungen mit Selbstorganisation aus dem Studienalltag und den beruflichen Erfahrungen. Nicht alles hat sich bewährt, aber einiges habe ich liebgewonnen.

Kalender

Wie viele Haken sind am Ende vom Tag? Ein gedruckter Kalender mit Stifthalterung ist gut zu greifen.

Der Kalender liegt oft in der Hand

Einer der lieb gewonnen Helfer ist der Kalender. Ich habe für jeden Tag eine gleich große Seite Papier, circa DIN-A6 groß, und diese füllt sich mit To-Do-Punkten. Diese Punkte will ich am Tag abarbeiten. Oben habe ich Uhrzeiten für Termine von 8 bis 19 Uhr. Die häufige Kontrolle führt dazu, dass ich Punkte auf einen neuen Tag übertrage, sobald am Ende vom Tag ein Haken fehlt.

Einen zweiten wichtigen Helfer finde ich in einem Notizbuchprogramm, das ich online synchronisiere. Ich will bewusst den Namen nicht nennen, da das Programm kommerziell ist. Ganz egal, ob ich ein Buch in der Bibliothek suche oder eine Zimmernummer im Rathaus: Auf dem Handy kann ich die Daten abrufen. Im Programm arbeite ich mit einer Farblogik: Grün angestrichen heißt „erledigt“. Gelb heißt „angedacht/ in Bearbeitung“. Was nicht farblich markiert ist, will ich mir auf längere Sicht merken, ist aber weniger dringlich. Das Notizbuchprogramm kann Daten gut zusammenführen: Zum Beispiel die Abfahrzeit der S-Bahn mit einer Karte vor Ort. Manchmal ist mir ein Papierausdruck recht, denn ein Blatt Papier braucht zum Lesen kein Gerät und somit weder Netz noch Akku.

Kalender und Notizbuchprogramm sind für mich die besten Helfer. Für den Beruf und meine Masterarbeit nutzte ich manchmal noch zusätzlich das Thunderbird-AddOn „Lightning“. Hierbei konnte man Aufgaben aufschreiben, mit einer Frist versehen und die dann schön digital durchstreichen. Für einige Monate habe ich mit einem Freund einen social proof probiert. Das heißt, der Freund war mein Gewissen und überprüfte, inwieweit ich die Ziele erreichte. Für mehr als ein Jahr habe ich mir Monatsziele vorgenommen und jedes Quartal Geld gespendet, wenn ein Ziel unerreicht blieb.

Sich manchmal erlauben, spontan zu sein

Heute würde ich sagen: Es ist gut, wenn der Alltag ein Geländer hat, aber von meiner Art her ist es auch schön, spontan zu bleiben, das heißt, Puffer- und Freizeiten gehören in jedem Fall dazu. Manchmal brauche ich sie und manchmal sind sie eine schöne Pause, in der ich den Kalender zuklappe.

Blogparade
Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Parade Selbstorganisation

3 Kommentare

  1. Huhu Sebastian,

    vielen lieben Dank für deinen Beitrag zu unserer Blogparade. *freu*

    Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen es doch noch lieben, einen echten Kalender zu nutzen. <3 Mich würde dennoch interessieren, wie das Programm heißt, dass du nutzt. Ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen Tools. Wenn du magst, kannst du mir gern mal eine Mail schicken oder dazu einen Kommentar hinterlassen, wenn du das hier nicht posten magst. 🙂

    Liebe Grüße und alles Gute weiterhin!

  2. Pingback: Start der Blogparade: Selbstorganisation

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