Der Lebensweg: eine zweite Meditation

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Gott als Architekt des neuen Jahres

Das Leben ist eine Reise, dieses Bild ist uralt und erfreut sich in Romanen wie Filmen großer Beliebtheit. Doch wenn man weiter darüber nachdenkt, dann ist dieses Bild zu ergänzen: Das Leben ist eine Reise auf einen Weg, den Gott schon gepflastert hat. Gott ist wie ein Architekt unserer Zukunft. Gott schickt die Menschen nicht in einen Irrgarten, sondern er hat das Ziel der Reise vorbereitet. Das neue Jahr kann ein Jahr des Vertrauens werden. Statt zu sorgen, kann man sich von Gott tragen lassen:

Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe (Josua 1,1-3).

Der Lebensweg unter Gottes Führung.

Gotteserfahrung: drei Beispiele


Es ist nicht einfach, ein Getragen-Sein zu beschreiben, doch es gibt Situationen, in denen sich Himmel und Erde berühren:

  • Musik, besonders Filmmusik der Großen wie Howard Shore (Herr der Ringe) löst in mir einen besonderen Zustand aus: Es ist Entspannung, aber gleichzeitig auch volle Konzentration
  • Manche Gottesdienste berühren mich, besonders Abend-Gottesdienste, wenn es wenig (elektrisches) Kunstlicht gibt und viele Kerzen brennen
  • Manche Worte von anderen Menschen haben für mich einen prophetischen Charakter. Es sind Worte der Liebe. Kürzlich schrieb mir jemand: „Ich wünsche Dir freundlichen Begegnungen, die der Seele Heiterkeit schenken“.

Semester-Anfangs-Gottesdienst am 8. April 2014 in Erlangen.

Musik kann göttliche Züge annehmen. Bild: Götz Greiner.

Diese drei Beispiele zeigen für mich: Ich spüre in mir etwas, was  über mich selbst und die ganze Welt hinausgeht, durch die Erfahrung aber trotzdem sehr real ist. Gott haucht seinen Atmen des Lebens in mich hinein und es gibt jene wertvolle Momente, in denen ich spüre: Ich bin ein Kind des Lichts.

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