Der Fisch in der Bibel

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Das Wasser der Taufe, Jona im Bauch eines Fisches, Berufung zu ‪‎Menschenfischern‬: Viele Begriffe drehen sich in der Bibel direkt oder indirekt um den Fisch. Was hat es genau mit dem Fisch in der Bibel auf sich?

Jona ragt aus dem Maul eines Fisches hinaus.

Jona im Bauch eines Fisches — Taufstein-Deckel in der Fürther Wilhelm-Löhe-Gedächtniskirche.

Stellen Sie sich vor, Sie warten am Bahnhof auf einen Ihrer Lieben und es vergeht Stunde um Stunde; die Züge fahren ein und aus und Sie bleiben alleine. Als Sie enttäuscht gehen wollen, erscheint ein sonderbarer Service-Mitarbeiter der Bahn und sagt: „Ihr Zug fährt gleich ein“. Da braucht es ganz schönes Vertrauen, um nach der langen Wartezeit noch einmal Mut zu fassen. Auch in der Bibel findet sich eine ähnliche Geschichte: Das Evangelium für den 5. Juli 2015 erzählt bei Lukas 5 von Simon Petrus und seinen Freunden: Sie fischten die ganze Nacht, aber fingen nichts. Doch Jesus ermunterte die Fischer, die Netze erneut auszuwerfen und siehe da: sie fingen so viel, dass die Netze rissen. Dann machte Jesus die Jünger zu Menschenfischern, die Menschen von Gott begeistern sollen.

Der Fisch ist für das Christentum besonders. Der Fisch lebt im Wasser und Wasser heißt bei der Taufe Leben. Der alttestamentliche Jona soll drei Tage im Bauch eines Fisches gehaust haben: Obwohl es wie eine Strafe aussieht, rettet Gott Jona eigentlich vor dem Ertrinken. Der Nürnberger Künstler Herbert Bessel ließ am Taufstein-Deckel der Fürther Wilhelm-Löhe-Kirche darstellen, wie aus dem Maul eines Fisches Jona hervorschaut.

Neben den biblischen Geschichten kommt der Fisch in der frühen Kirchengeschichte vor: Als das Christentum noch eine Sekte war, diente der griechische Begriff für Fisch (IChThYS) als geheime Abkürzung für „Jesus Christus Gottes Sohn und Retter“.

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