Ostern: Wenn Hoffnung das Leben wendet

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Betrachtung zum Monatsspruch April 2017

Das Ei als österliches Symbol für Leben. Im Bild ein Osterbrunnen im Nürnberger Land.

Am 16. April 2017 feiern Christen Ostern, das Fest der Auferstehung, das Kernstück christlicher Hoffnung: Nämlich die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Ob weltliches Pilgern, das Anrufen von Engeln oder Kloster auf Zeit: Der Mensch sucht nach frohen Botschaften, nach dem buchstäblichen Evangelium. Der Mensch ist durch Reflexionsfähigkeit für Fragen offen, die transzendent sind: Sich an etwas annähern, das man nur glauben, spüren oder in gewisser Weise auch erleben kann. Das Lukas-Evangelium erzählt über den Ostermorgen Folgendes:

Die Auferstehungsgeschichte bei Lukas

Nachdem Jesus gekreuzigt worden war, staunten einige nicht schlecht: Maria aus Magdala, Johanna, Maria, die Mutter von Jakobus, und andere Frauen schickten sich an, Salben und Öle für Jesu Leichnam zu kaufen (vgl. Lukas 23,55.56). Als sie an der Grabhöhle ankamen, sahen sie erste Zeichen: Der Stein vor der Höhle war weggewälzt und der Leichnam weg. Doch noch immer waren sie in Trauer. Zwei Menschen in weißen Gewändern erinnerten sie an eine Verheißung: Jesus werde am dritten Tag nach der Kreuzigung auferstehen; lakonisch sagten sie: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ (Lukas 24,5-6), das ist der Monatsspruch April.

Neues Leben

Wie aus Tod wieder Leben hervorgeht: Aus dem Baumstumpf wachsen junge Triebe.

Unfassbar. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Für Auferstehung finden Sie links ein Bild: Ein dicker, vielleicht früher kräftiger und gesunder Baum wurde gefällt. Zurück blieb zunächst ein Baumstumpf. Doch dann trug der Baumstumpf neue Triebe aus: Aus dem, was verlassen und vergessen schien, entstand plötzlich Leben. Hoffnung leuchtet wie Licht in der Dunkelheit. Vor einigen Jahren las ich im Fürther Monatsgruß eine Geschichte über eine Patientin. Für sie war Auferstehung, dass sie nach langer Gebrechlichkeit wieder auf-stehen und selbstständig gehen konnte. Manchmal im Leben gibt es Hoffnung, dass das, was ich gerade erlebe, nur das Vorletzte ist — das Blatt kann sich noch wenden. Dass sich das Leben nach dem Tod auch im Gesamten wendet, das ist die österliche Hoffnung, von der Sie sich vielleicht anstecken lassen wollen.

 

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