Kategorie: Monatsspruch und Jahreslosung

Ein Bibelzitat steht im Mittelpunkt. Dazu eine Betrachtung aus lebensphilosophischer Perspektive.

Menschlicher und göttlicher Wille

Der Monatsspruch Mai gibt Zuversicht aus dem Glauben

Die Studentin zittert. Nach dem Gruß der Professorin schaut sie schüchtern zu Boden. Stotternd kann sie jedoch jede Frage der Prüferin beantworten. Zum Schluss sagt die Professorin: „Kein Grund zur Sorge, Sie wissen doch alles…“ — ein zartes Lächeln huscht über das Gesicht der Studentin, dann läuft sie zur Tür hinaus. Wie wäre die Prüfung verlaufen, wenn die Studentin nicht nur alles gewusst hätte, sondern sich auch sicher gewesem wäre? Oder hat sie im philosophischen Sinne gar nichts gewusst, sondern nur geglaubt mit Unsicherheit? Der Monatsspruch Mai setzt Glaube, Zuversicht und Nicht-Zweifeln in engen Zusammenhang: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräerbrief 11,1).

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Trinken nach einer Durststrecke

Gedanken zur Jahreslosung 2018

Bild: Stefanie Bahlinger, Mössingen, Verlag am Birnbach

Manchmal hat Trinken einen beiläufigen Charakter: Das Feierabend-Bier mit Kollegen ist sozialer Kitt. Doch manchmal trinkt man Mineralwasser und schmeckt, wie herrlich es den eigenen Durst stillt — sei es nach dem Sport, nach einem langem Kinofilm oder nach einer Wanderung. Doch bekanntlich lebt der Mensch nicht vom Brot alleine. Wenn Gott zu trinken gibt, ist er ein ganzheitlicher Verkoster: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21,6), so heißt die Jahreslosung 2018.

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Volle Kraft zurück

Betrachtung zum Monatsspruch Oktober 2017

Wenn man in eigenen Erinnerungen schwelgt, so fallen Ihnen wie mir vermutlich mehrere Beispiele ein, bei denen andere vorspielen stark zu sein, prahlen oder lieber mit dem Finger auf andere zeigen. „Ich bin schuld“, einen solchen Satz hörte ich vergleichsweise selten. Die Bibel kennt das Phänomen genauso: der Begriff „Schriftgelehrte“ zeigt an: hier weiß jemand Bescheid und kann deshalb andere belehren. Aber halt: Der Monatsspruch Oktober fordert auf, Buße zu tun: „Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut“ (Lukas 15,10). Buße kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Schub, Umkehr“.

Schiffe und Flugzeuge können die Schubumkehr nutzen, um in die genau entgegengesetze Richtung zu kommen. Auch eine Rangierlokomotive wechselt zwischen vor- und zurückfahren. Bild: © remik44992 / Fotolia.com

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