Kategorie: Alltag und Beobachtung

Lautes Nachdenken, Erfahrungswissen und lebenspraktische Hinweise.

Bei den eigenen Gefühlen sein

Fastenzeit der evangelischen Kirche: Zeig dich!

Anlässlich des neuen Fasten-Mottos der evangelischen Kirche: Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen ist mir in den Sinn gekommen: Sich zeigen, das heißt einen Blick in das eigene Innere freigeben. Sich trauen, spontan ein Gefühl zu zeigen. Ich habe festgestellt: Wer sich das Nachdenken sehr zu Herzen nimmt, verliert manchmal das Spontane. Ein Beispiel: Kürzlich ging es in einem Gespräch darum, den Beruf zu erraten. Obwohl mir als spontanes Bild sofort die Medienbranche einfiel, stellte ich diesen Impuls zurück, und landetete durch die Reflexion bei Logistik. Welcher Mechanismus ist hier genau abgelaufen?

Weiterlesen

Sich öffnen, damit das Glück hineinfallen kann

Eine kleine Lebensphilosophie

Sich öffnen für das Glück, aber wie?

„Augenblick, verweile doch, du bist so schön“, diese faustische Unruhe ist seit Jahrhunderten ein Thema. Was Goethe so ausdrückt, formulierte Friedrich Nietzsche als „Lust, will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit“. Mir persönlich ist es auch kürzlich passiert, dass ich das Glück zu sehr festhalten wollte. Auf einer Party gab es ein sehr schönes Gespräch, das sich in meinem Kopf bis zur Verliebtheit steigerte. Da merkte ich im Nachhinein: Sich einreden, die andere müsse auf eine bestimmte Weise handeln, ist auch eine Möglichkeit, sich selbst unglücklich zu machen. Das Gespräch war eben einfach wertvoll, weil es ein schöner Moment war. Das Festhalten des Moments ist wie der Versuch, Pudding an die Wand zu nageln.

Weiterlesen

Der Lebensweg: eine zweite Meditation

Gott als Architekt des neuen Jahres

Das Leben ist eine Reise, dieses Bild ist uralt und erfreut sich in Romanen wie Filmen großer Beliebtheit. Doch wenn man weiter darüber nachdenkt, dann ist dieses Bild zu ergänzen: Das Leben ist eine Reise auf einen Weg, den Gott schon gepflastert hat. Gott ist wie ein Architekt unserer Zukunft. Gott schickt die Menschen nicht in einen Irrgarten, sondern er hat das Ziel der Reise vorbereitet. Das neue Jahr kann ein Jahr des Vertrauens werden. Statt zu sorgen, kann man sich von Gott tragen lassen:

Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe (Josua 1,1-3).

Der Lebensweg unter Gottes Führung.

Gotteserfahrung: drei Beispiele

Weiterlesen