Schlagwort: Werte

Nur wer ein Kind bleibt…

Einsame Figuren in der Literatur 1: Der Kleine Prinz

Das Originalcover von 1943. Bild: Antoine de Saint-Exupéry, gemeinfrei, bereitgestellt durch wikimedia.

Eine Art stößt bei vielen sachlichen Erwachsenen auf großen Widerstand: naiv fragen und Leute darauf stoßen, was sie eigentlich nicht wissen, obwohl sie einem viele Fakten zu ihrem Fachgebiet um die Ohren hauen können. Der Kleine Prinz, verfasst von Antoine de Saint-Exupéry, 1900-1944, ist ein Vertreter jener Art: Er eckt durch seine Aufrichtigkeit an, während alle anderen in ihrer Rolle gefangen bleiben. Doch trotz alledem hat der Kleine Prinz eines mit denen gemeinsam, die er besucht: er und sie sind einsam. Eine literarische Spurensuche.

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Umkehr des Erwartbaren

Gedanken zum Monatsspruch September 2017

„Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.“ (Lukas 13,30) — der Monatsspruch September 2017 hat es in sich. Zwei Bilder sollen die Worte Jesu verdeutlichen:

  1. Bei der Halbjahreszeugnisausgabe hat die Lehrerin die Zeugnisse dem Alphabet nach von A bis Z ausgeteilt, doch beim Jahreszeugnis sagt sie sich: aus Gerechtigkeit beginne ich heute rückwärts: Die Ersten werden die Letzten sein.
  2. Vor der Supermarktkasse hat sich eine Schlange gebildet. Der letzte Mann mit Einkaufswagen stößt hinzu, als eine neue Kasse aufgemacht wird. Der Mann wechselt die Kasse und wird als Erster abkassiert: Die Letzten werden die Ersten sein.

Die Ersten werden die Letzten sein bei der Ausgabe des Schulzeugnisses, wenn die Lehrkraft im Alphabet bei Z und nicht bei A beginnt. Bild: © Tim Reckmann / pixelio.de

Die Letzten werden die ersten sein, wenn im Supermarkt plötzlich eine zweite Kasse geöffnet wird. Bild: © Thommy Weiss / pixelio.de

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Das Fundament für das Lebenshaus: Gott

Pfarrerin Franziska Pannewick aus Nürnberg-Boxdorf predigt

Neulich im Schrebergarten: Zwei Mieter pachteten ein kleines Stück Grün in der Stadt und wollen nun ein Gartenhaus aufstellen. Die beiden Mieter unterscheiden sich wesentlich: einer ist schnell und schlampig, der andere geduldig und gründlich. Der Erste macht maßstabgetreue Zeichnungen und plant jeden Schritt durch. Der Zweite möchte möglichst schnell ein Dach über dem Kopf.

Ein starkes Fundament macht widerstandsfähig. Bild: © dragoncello/ Fotolia.com

Zunächst scheint die genaue Planung für das Gartenhaus des Ersten fehl am Platz, doch sobald ein Sturm wütet und es Hochwasser gibt, wendet sich das Blatt: Jetzt kann der erste Gartenbesitzer locker und fröhlich bleiben, weil er ein starkes Fundament gebaut hatte. „Er muss vielleicht ein paar Nägel nachschlagen, aber ansonsten ist sein Haus in Ordnung“, fasst Franziska Pannewick, Pfarrerin in der evangelisch-lutherische Gemeinde Zum Guten Hirten zusammen. Das andere Haus des schlampigen Mieters ist nur nur noch ein unbrauchbarer Haufen Bauschrott.

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