Schlagwort: Psychologie

Der Meister findet seinen Meister

Einsame Figuren in der Literatur 2: Die Schachnovelle

Literarische Helden haben besondere Eigenschaften und fallen mit ihnen auf. Auch in der klassischen Literatur gibt es eine Reihe von Gestalten, die besonders sind, aber in ihrer Art doch immer wieder an gesellschaftlichen Konventionen scheitern. In Stefan Zweigs Schachnovelle etwa trifft Dr. B. auf Mirko Czentovic. Beide sind Einzelgänger und sehr gut Schachspieler, ansonsten aber sehr gegensätzlich.

Repressive Einrichtungen wie Gefängnisse sind ein physischer Druck, aber auch Ideologien als Denkgesetze können Menschen auf subtilere Weise unterdrücken. Bild: © rudall30/ Fotolia.com

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Nur wer ein Kind bleibt…

Einsame Figuren in der Literatur 1: Der Kleine Prinz

Das Originalcover von 1943. Bild: Antoine de Saint-Exupéry, gemeinfrei, bereitgestellt durch wikimedia.

Eine Art stößt bei vielen sachlichen Erwachsenen auf großen Widerstand: naiv fragen und Leute darauf stoßen, was sie eigentlich nicht wissen, obwohl sie einem viele Fakten zu ihrem Fachgebiet um die Ohren hauen können. Der Kleine Prinz, verfasst von Antoine de Saint-Exupéry, 1900-1944, ist ein Vertreter jener Art: Er eckt durch seine Aufrichtigkeit an, während alle anderen in ihrer Rolle gefangen bleiben. Doch trotz alledem hat der Kleine Prinz eines mit denen gemeinsam, die er besucht: er und sie sind einsam. Eine literarische Spurensuche.

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Einsamkeit und Schuldgefühle

Authentisch sein statt Sprachspiele betreiben

Es wird sich für alles Mögliche entschuldigt: für Versprecher, für Flecken auf der Kleidung oder fürs Zuspätkommen. Die Antworten sind Sätze wie „Alles gut“ oder „Kein Problem“. Doch hört man genauer auf die Entschuldigungen, so beinhalten sie doch das Benennen von Umständen. Indirekt führt das dazu, im Schuld Verteilen ein Meister zu sein, aber in der Selbstkritik ein Anfänger.

Wer Schuld zuweist, weckt beim anderen Scharmgefühle. Bild: © pathdoc / Fotolia.com

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