Schlagwort: Psychologie

Bei den eigenen Gefühlen sein

Fastenzeit der evangelischen Kirche: Zeig dich!

Anlässlich des neuen Fasten-Mottos der evangelischen Kirche: Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen ist mir in den Sinn gekommen: Sich zeigen, das heißt einen Blick in das eigene Innere freigeben. Sich trauen, spontan ein Gefühl zu zeigen. Ich habe festgestellt: Wer sich das Nachdenken sehr zu Herzen nimmt, verliert manchmal das Spontane. Ein Beispiel: Kürzlich ging es in einem Gespräch darum, den Beruf zu erraten. Obwohl mir als spontanes Bild sofort die Medienbranche einfiel, stellte ich diesen Impuls zurück, und landetete durch die Reflexion bei Logistik. Welcher Mechanismus ist hier genau abgelaufen?

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Einsamkeit und Sprache

Manchmal ist Leiden so groß, dass man sprachlos ist. Bild: © zdyma4 / Fotolia.com

„Was ist los?“, das könnte nicht nur eine rhetorische Floskel, sondern tatsächlich eine ernst gemeinte Frage einer nahen Freundin oder eines Freundes sein. Der Freund schaut in Ihr Gesicht und sucht nach einer Art eines vagen Gefühls, dass es Ihnen nicht gut geht. Dann kann es leicht passieren, um Worte zu ringen. Irgendwann gibt es dann vielleicht den Moment, in dem Sie sagen: „Bitte lass mich alleine.“ Die Sprache versagt in den Momenten, wenn Sie Leiden angemessen ausdrücken soll.

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Der Meister findet seinen Meister

Einsame Figuren in der Literatur 2: Die Schachnovelle

Literarische Helden haben besondere Eigenschaften und fallen mit ihnen auf. Auch in der klassischen Literatur gibt es eine Reihe von Gestalten, die besonders sind, aber in ihrer Art doch immer wieder an gesellschaftlichen Konventionen scheitern. In Stefan Zweigs Schachnovelle etwa trifft Dr. B. auf Mirko Czentovic. Beide sind Einzelgänger und sehr gut Schachspieler, ansonsten aber sehr gegensätzlich.

Repressive Einrichtungen wie Gefängnisse sind ein physischer Druck, aber auch Ideologien als Denkgesetze können Menschen auf subtilere Weise unterdrücken. Bild: © rudall30/ Fotolia.com

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