Kurz- und langfristiges Planen von Zielen

PDF / ePub

Reflexion über die Organisation des Alltags

Manche Menschen wollen die Komponente des Zufalls möglichst gering halten. Ich gehöre auch zu denen, die gerne planen und organisieren. Die Idee dabei ist: Was mir im Leben etwas wert ist, soll in den täglichen Aufgaben sichtbar werden. Deshalb strukturiere ich Ziele in Jahres- und Monatsziele und konkretisiere sie in Tagesaufgaben. Was ist dabei wichtig?

6 Gedanken über Zielsetzung

  1. Menschen haben Gefühle. Manchmal packt mich der Ehrgeiz und der Verstand, aber das Gefühl zeigt in die entgegengesetzte Richtung. Ich finde Selbstverbindlichkeit wichtig, also das ernst nehmen, was man mit sich selbst vereinbart. Selbstzwang finde ich falsch. Emotionen zeigen Bedürfnisse an, und wenn man gegen seine Gefühle arbeitet, gefährdet man mittelfristig das Wohlbefinden.
  2. Was oben in den Jahreszielen steht, sollte bis nach unten sickern. Zum Beispiel hatte ich mir für 2018 vorgenommen „52 Mal schwimmen zu gehen“. Für den Monat kann dies eine Summe von 6 Malen ergeben, die man an bestimmten Tagen im Monat umsetzt. Monatsziele können auch gut Teilaufgaben eines Jahreszieles sein. Die konkreteste Formulierung ist am besten in den Tagesaufgaben aufgehoben.

    Vier Hauptkategorien der Ziele.

  3. Vorausschauen ist wichtig. Sobald fixe Termine anstehen, schreibe ich sie sofort in die Zielmatrix. Ich gehe oft den Weg der bewussten Wiederholung und Redundanz: Was im Kalender als Termin dick markiert ist, korrespondiert dann als Monatsziel. Somit mache ich mir mehrmals Ziele bewusst.
  4. Es gibt für das Formulieren von Zielen etliche Regeln, etwa die das Akronym SMART (= spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch, terminiert). Trotzdem finde ich: Es braucht manchmal auch mehr ein vages Ziel, damit der Kopf daran weiterdenken kann. Das berühmte Eine-Nacht-darüber-Schlafen oder die Idee unter der Dusche kommt oft, nachdem man vorher mehrmals bewusst das Thema angedacht hat.
  5. Es ist wichtig, nicht nur Leistungsziele zu setzen, sondern auch Ziele, die Hobbys und dem Sinn gerecht werden. Ziele, die einen erfüllen und belohnen. Daher nehme ich mir regelmäßig schöne Dinge vor.
  6. Für den sozialen Bereich formuliere ich auch Ziele, da Freundschaften mit der Zeit einschlafen können. Auch hier ist zum Teil eine langfristigere Planung möglich, zum Beispiel, wenn man weiß, jener Kinofilm interessiert bestimmt jene Freundin, da sie schon den ersten Teil gesehen hat.

Einen Kommentar verfassen