Die Taube an Pfingsten

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Am 24. Mai 2015 feiert die Kirche das jährliche Pfingstfest. Pfingsten ist Geburtstag der Kirche und kommt aus dem Griechischen und bedeutet „fünfzigster“. Gemeint ist der 50. Tag nach Ostern,

Taube

Der Heilige Geist als Taube am Hochalter von Ursula Benker-Schirmer in Chichester Cathedral/Südengland.

dem Fest der Auferstehung. Gemäß der Apostelgeschichte (Apg) versammelten sich die Jünger in Jerusalem, nachdem Jesus auferstanden war. „Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen“ (Apg. 2,3.4).

In manchen Freikirchen gibt es bis heute die Zungenrede, eine vom Heiligen Geist erfüllte Predigt. Der Heilige Geist ist verbunden mit dem Ritual der Taufe. Der Getaufte wird Gott zugehörig und der Heilige Geist erfüllt den Menschen. Sinnbildlich durch Wasser und die Taufkerze. „Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.“, heißt es bei Matthäus 3,16.

Für die Taufe ist die Taube seit dem 4. Jahrhundert Symbol. Auf Pfingstbildern wird die Taube über den Jüngern abgebildet: Der Heilige Geist kommt über die Jünger Jesu. Er erfüllt sie. Daher schreibt Paulus zum Beispiel auch, nicht würde er selbst reden, sondern Gott in ihm würde reden.

Tauben gelten dabei ganz im Gegensatz zur Schlange als Vögel der Reinheit, sie seien „ohne Falsch“ (Matthäus 10,16). Die Taube war die einzige Vogelart, die Jahwe geopfert wurde, dem Gott des jüdischen Volkes. Natürlich ist Gott nicht eine Taube. Aber er hat Eigenschaften wie eine Taube. Die Taube drückt die Sanftmut Gottes aus. Daher kennt man eine weiße Taube auch als Friedenstaube.

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