Ostern schenkt Neugeburt

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Pfarrer Hoppe veranschaulicht ein Geschenk Jesu

Neu Geboren Werden als Eintrittskarte in das Reich Gottes. Schon die Zeitgenossen Jesu taten sich schwer, dieses Bild zu verstehen: „Nikodemus spricht zu ihm [zu Jesus]: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?“ (Johannes 3,3.4). In der Hamburger Christ-König-Kirche hat Pfarrer Claus Hoppe zwei Bilder gefunden, um die Symbolsprache der Neugeburt zu entschlüsseln: der Schwimmer und der aus einem Kokon schlüpfende Schmetterling.

Beim Kraulen taucht der Schwimmer den Kopf ins Wasser und wieder heraus — sinnbildlich kann es auch für Ablegen und Neuwerden stehen. Bild: © Katja Fuhr-Boßdorf / pixelio.de

Aus der Raupe wird ein Schmetterling — auch eine Neugeburt. Bild: © Dieter Schütz / pixelio.de

Doch zunächst berichtet Hoppe von einer Vorstufe der Neugeburt: Nach einem anstrengenden Arbeitstag zu duschen, danach fühle man sich wie neugeboren. Das Wasser ist dabei ein Sinnbild für Gottes Geist, es ist das tragende Element der Taufe. Die Alte Kirche praktizierte den Brauch, neu Getaufte ihr Taufgewand acht Tage tragen zu lassen, nachdem sie vollständig in einen Fluss getaucht wurden. Das Gewand war weiß als Farbe für Reinigung und Vollendung.

Was steht der Neugeburt im Weg?

„Wenn ihr frei werden wollt, so lasst zuerst etwas liegen“, so übersetzt Pastor Hoppe die Paulusworte aus dem Kollosserbrief. Was genau kann man ablegen?

  1. Eitelkeit: Wer recht eitel ist, sucht auf unangenehme Weise die Bestätigung durch andere und ist schnell gekränkt, wenn sie ausbleibt.
  2. Neid: Wer zu sehr schaut, was andere haben, gerät in eine unzufriedene Abhängigkeit.
  3. Angst: Wer sich zu viele Sorgen macht, traut sich das nicht zu, was die eigene Selbstachtung verlangen würde.

Das, was uns belastet, können wir ans Kreuz hängen, so Pfarrer Claus Hoppe. Rechts drücken die Figuren überrascht die Osterfreude am leeren Grab Jesu aus.

Begraben sein und auferstehen

Kreuz und Auferstehung gehören bei Gott zusammen. Am Kreuz kann das hängen bleiben, was uns einschränkt, die Freude der Auferstehung zu empfangen. Auferstehung ist die Botschaft: Du darfst frei sein. „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ (Matthäus 18,3) ist eine berühmte Redensart Jesu und zeigt: Kinder nehmen das Leben um sich herum einfach auf, so wie es auf sie zukommt.

Der Schmetterling legt seinen Kokon ab, um seine Schönheit entfalten zu können. Der Schwimmer atmet ein und taucht den Kopf ins Wasser, um wieder neu Luft zu holen, quasi begraben zu sein und neu aufzuerstehen. Wer diese Freiheit in sich findet, der kann den Blick von sich weg hinaus auf die Welt lenken und etwa Ungerechtigkeiten wahrnehmen. Das ist die österliche Bewegung, die jeder in der eigenen Seele vollziehen kann.

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