Ein Dankgebet ist die beste Predigt

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Das Dreieinigkeitsfest als Zusammenfassung des Kirchenjahres

Manchmal gibt es Situationen großer Freuden, ohne dass man sich dieser gleich bewusst wird. Der Sänger Reinhard May beschreibt eine solche Szene: Ein rauschendes Fest, aber erst durch den Ausruf eines Außenstehenden: „What a lucky man you are“ wird das Glück den Feierenden bewusst. Am Fest Trinitatis (Dreieinigkeit) hatte Dr. Florian Höhnes Predigt daher einen großen praktischen Teil: Am 27. Mai 2018 dankte der Pfarrer in der Fürther Heilig Geist Kirche für vieles im Leben: Für Sinneseindrücke, für Gefühlserlebnisse, für Erfolge und für Lernerfahrungen.

Die Freude einer Feier: Grund zu danken.

 

Dem Sonntag liegt der Epheser-Brief (1,3-14) zugrunde: Paulus findet viele Bilder, der Text schäumt geradezu über. Der Bibeltext ist ein auserzähltes, ausführliches und etwas kompliziertes „Danke“, so Florian Höhne. Der Text passe sehr gut zum Trinitatis-Fest, denn es ist gleichsam die Zusammenfassung der Geschichte Gottes mit den Menschen. Gott als Schöpfer, Jesus als Versöhner und der Heilige Geist als Zusammenführer, das sind die Akteure, die sich durch das Kirchenjahr zogen: Der Heilige Geist für Pfingsten, Ostern als Fest der Auferstehung Jesu und des Gedenkens der Schöpfung.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Ein Handschlag, Geste des Dankes.

Florian Höhne verzichtete bewusst darauf, den Text Wort für Wort auszulegen, denn die Auslegung des Textes, das sind alle Feste im Kirchenjahr. Auch wollte er nicht über das Danken nachdenken. Freilich, Danken als Gebet und als Lebensregel der positiven Psychologie gäben Anknüpfungspunkte; genauso könnte man das Danken dem Anklagen, Beklagen und Bitten gegenüberstellen. Viel mehr entschied Höhne sich dafür: das Danken einfach zu praktizieren und trat vor den Altar, um Gott, Jesus und dem Heiligen Geist zu danken.

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