Sich öffnen, damit das Glück hineinfallen kann

Eine kleine Lebensphilosophie

Sich öffnen für das Glück, aber wie?

„Augenblick, verweile doch, du bist so schön“, diese faustische Unruhe ist seit Jahrhunderten ein Thema. Was Goethe so ausdrückt, formulierte Friedrich Nietzsche als „Lust, will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit“. Mir persönlich ist es auch kürzlich passiert, dass ich das Glück zu sehr festhalten wollte. Auf einer Party gab es ein sehr schönes Gespräch, das sich in meinem Kopf bis zur Verliebtheit steigerte. Da merkte ich im Nachhinein: Sich einreden, die andere müsse auf eine bestimmte Weise handeln, ist auch eine Möglichkeit sich selbst unglücklich zu machen. Das Gespräch war eben einfach wertvoll, weil es ein schöner Moment war. Das Festhalten des Moments ist wie der Versuch, Pudding an die Wand zu nageln.

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